Global Energy Solutions, so nennt sich der am letzten Donnerstag in Ulm gegründete Verein. Zur Aufgabe gemacht hat er sich die weltweite Klimaneutralität. Globale Lösungen für die vorherrschenden Energie-, Klima- und Entwicklungsfragen sollen auf den Weg gebracht werden. Einschränkungen beim Wohlstand sowie eine weitere Verarmung einzelner Länder soll es dabei nicht geben. Das hoch gesteckte Ziel soll innerhalb der nächsten 50 Jahre realisiert sein. Grundlage für die Erreichung des Ziels soll ein Perspektivwechsel sein. Nicht mehr nur die reichen Länder sollen dabei im Fokus stehen, sondern vor allem die ärmeren Länder dieser Welt sollen in den Vordergrund rücken. Am Ende soll es Wohlstand für alle momentan knapp acht Milliarden Menschen dieser Welt geben, der im Gleichklang zu Umwelt und Klima steht.

Größtes Problem ist nach Ansicht des Vereins die bisher falsche Denkweise zur Klimarettung. Bei den favorisierten Lösungen hierzulande bestehen beträchtliche Zweifel an einer dauerhaft klimaverträglichen Umsetzung. Zudem würde bei der Lösungsfindung nur an den reichen Teil der Welt gedacht und nicht weiter über den Tellerrand hinausgeschaut. Zwei Bespiele bringt der Verein hierfür an:

  1. Fokus auf das E-Auto

Mit allen Kräften vorangetrieben wird die elektrische Antriebsart für unsere Autos. Dabei ist bereits heute klar, dass es Probleme geben wird, ausreichend grünen Strom zu produzieren. Eine Alternative kann die Erzeugung von klimaneutralem synthetischem Kraftstoff, wie Methanol sein. Fingen die Industrieländer damit an, könnten alle Autos überall auf dieser Welt klimaneutral fahren und die bestehende Infrastruktur könnte global weiter genutzt werden. Auch in den Ländern, welche unsere gebrauchten Pkw und Lkw kaufen, weil sie sich keine anderen Autos leisten können.

  1. Energetische Gebäudesanierung

Es herrscht die vorstellige Meinung, dass alle bestehenden Gebäude energetisch saniert werden müssen. Ein teures Unterfangen mit hohem Streitpotential, was den ein oder anderen seine Wohnung kosten kann. Durch die Verwendung von klimaneutralem Heizstoff könnte auch hier zur Wärmeaufbereitung die vorhandene Infrastruktur im Einsatz bleiben.

Gründlicher Nachdenken als bisher und dies vor allem aus der Sicht der ärmeren Länder. So die Devise des Vereins Gobal Energy Solutions zur Rettung des Weltklimas. Dafür will der Verein einen Impuls geben und die Einsicht zum Umdenken fördern. International sollen Investoren gewonnen werden, die sich für die klimaneutrale Produktion von Strom, Wasserstoff und Methanol einsetzen.

Geführt wird der Verein mit Sitz in Ulm durch den Vorsitzenden Christof von Branconi, seinem Stellvertreter Franz Josef Rademacher und Schatzmeister Hans-Peter Sollinger. Das elfköpfige Kuratorium wird durch Mitglieder aus Wissenschaft, Politik und Industrie vertreten. Drahtzieher und Gründer Franz Josef Rademacher vom FAW (Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) konnte zur Umsetzung der Ziele namhafte Persönlichkeiten für sein Gremium gewinnen. Darunter der ehemalige Umweltminister Prof. Klaus Töpfer, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Werner Schnappauf und Prof. Jürgen Rüttgers. Ein Verein, dessen Mitglieder sich schon lange Zeit mit der Klimathematik beschäftigen und intensiv mit dem BMZ (Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit) vernetzt sind. Dem Ministerium, welches sich mit Armut, Bevölkerung, Wohlstand und Klima auf internationaler Ebene beschäftigt.

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